Reise blog von Travellerspoint

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Das letzte Jahr der Reise

ab hier als Beifahrer

rain 8 °C
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Das Biest verkauft, Harley verkauft - ab jetzt bin ich wieder Passagier und Beifahrer. Ohne Harley musste ich einen neuen Blog angefangen. Die Reisekarte war unübersichtlich geworden und die Ladezeiten durch die vielen Stopps zum Schluss unerträglich lang. Vor allem wenn ich nur dünne Leitungen ins Internet hatte.

Mit einem eigenen Satz Räder inklusiv Bett unterwegs zu sein hat Vorteile. An manche Orte kommt man einfach nur so. 70.000km auf 4 Kontinenten in 3 Jahren, mir reicht es vom Fahren.

"Was klopft da so komisch?"
"Ist der Wagen sicher abgestellt und abgesperrt?"
"Wann kommt die nächste Tankstelle?"

Fragen die ich mir ab sofort nicht mehr zustellen brauche. Dort wo ich als nächstes hinfliege brauche ich kein Auto. Was bin ich froh dass ich am Montag hier wieder weg komme. Ich hatte in den gut 2 Wochen in Deutschland mehr kalte Regentage als in den 3 Jahren auf der gesamten Reise.

Im nächsten Beitrag gibt es wieder Fotos von meinem Zielort. Wer will kann wieder oben rechts auf "Abonniere mich" klicken und bekommt dann jedes Mal eine Mail wenn es einen neuen Beitrag gibt. Wie immer freue ich mich über Feedback und Kommentare meiner Leser/Bildchengucker.

Eingestellt von Tom Travel 05:09 Archiviert in Deutschland Kommentare (2)

Namaste Nepal

300 Tage ostwärts

semi-overcast 30 °C
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Ich wollte eigentlich nicht mehr Richtung Osten um die Welt reisen. Ständig wird dem Weltreisenden eine oder mehrere Stunden geklaut. Das ist wie Umstellung auf Sommerzeit alle paar Wochen. An der Datumsgrenze im Pazifik bekommt man dann einen Tag geschenkt. Na toll! Was soll ich damit? Dieser Teil der Reise dauert exakt 300 Tage - einer mehr oder weniger fällt da überhaupt nicht auf. Ständig unausgeschlafen zu sein ist da schon schwerwiegender.

Das Wetter, besser gesagt das Klima diktiert mir die Route ostwärts. Die Ziele, die sich jetzt noch auf meiner Liste befinden, erreicht man nur auf diesem Weg bei gutem Wetter. Monsun in Asien, Taifune im Pazifik oder Hurrikane in der Karibik will ich vermeiden. Apropos Wetter. Deutschland mag mich scheinbar nicht. Erst am letzten Abend gab es einen schönen Sonnenuntergang. Am Tag meiner Abreise dann endlich mal das erhoffte warme Biergartenwetter.

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Zu spät, der Flug ist gebucht. Deutschland freut sich laut Wettervorhersage über 25-30° in den nächsten Tagen. Bei mir werden es 35-45° werden, viel zu heiß! Mein erstes Ziel ist Kathmandu, Nepal. Ich fliege wieder mit Qatar Airways und schon wieder über Doha. da war ich erst vor gut 2 Wochen auf dem Rückweg von Kapstadt.

Ich will wissen wie viele verschiedene Fahrzeuge ich brauche um einmal um die Welt zu kommen. Deswegen mache ich ab jetzt von jedem Transportmittel ein Foto. Autos, Boote, Tiere - alles zählt. 1 Auto, 1 S-Bahn, 3 Flughafenbusse, 2 Flugzeuge und ein 1 Taxi sind es am ersten Tag geworden.

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Der Verkehr in Kathmandu ist asiatisch-chaotisch. Hupen im Dauereinsatz. Dass es sich hier um Linksverkehr handelt, ist nicht immer klar. Jeder fährt wo Platz ist. Nicht so schlimm wie Hanoi, aber auch kein Vergleich zur "gesitteten" Fahrweise im südlichen Afrika, wo man ständig fürchten muss auch für die kleinsten Verkehrsverstöße von der Polizei zur Kasse gebeten zu werden.

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Hier selbst zu fahren ist Stress pur. Ampeln gibt es nicht, statt dessen regeln bemitleidenswerte Polizisten den Verkehr in Staub und Hitze an den Kreuzungen. Ampeln wären hier zwecklos, vermutlich würde sich keiner für die Farben der Lichter interessieren.

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In dieser Straße wohne ich.

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Ich frage den Taxifahrer ob es gefährlich ist hier Nachts rauszugehen. Er sieht mich ratlos an. Ich frage nach wie es aussieht mit Raubüberfällen mit Messer und Pistole und so. Da schüttelt er verständnislos den Kopf. So etwas gibt es hier nicht. Ich frage mich wieso es diesen Unterschied zwischen Südamerika, Afrika und Asien bezüglich Gewaltverbrechen in armen Gegenden gibt.

Eingestellt von Tom Travel 04:54 Archiviert in Nepal Kommentare (0)

Big 5 in Nepal

es wird höllisch heiß

semi-overcast 44 °C
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Fast den ganzen ersten Tag verbringe ich im hoteleigenen Reisebüro. Mit Naba, dem Besitzer gehe ich die vielen Optionen an Tourpaketen durch. Am Ende stellt sich heraus, dass es am Besten ist mit einer kleinen Nepalrundreise Richtung Südwesten zu beginnen.

Er ist von seinen Abschlüssen mit mir so angetan, dass er mir abends die Stadt und das Nachtleben zeigen will. Gut dass hier alles so günstig ist, denn wenn man hier mit dem Kunden ausgeht bedeutet das: Kunde zahlt alles.

In einer Rock Bar mit Livemusik entdecke ich Laphroaig auf der Speisekarte, das wird meine kleine Rache. Naba ist ein wenig erkältet und ich erkläre ihm, dass das wie Medizin für ihn ist. Er hat noch nie zuvor Islay-Whisky getrunken. Der Drink kostet mich 2,50€ - sein Gesicht als er den ersten Schluck nimmt...unbezahlbar!!!

Danach geht es in eine Nepali-Tanzbar mit Live-Gesang. Sehr authentisch, außer mir nur einheimische Besucher. Ich frage meinen Guide für heute warum so viele junge Damen (Mindestens 2 pro Tisch) hier herumstehen. So viele Gäste sind nun auch wieder nicht da,

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Er meint: "zur Dekoration", eigentlich klar...was auch sonst. Zu tun gibt es fast nichts, jeder zweite Tisch ist leer. Die Musik: Bollywood-like. Der weibliche Teil der Duette liegt in unglaublichen akustischen Höhen, nah am Frequenzbereich von Kreissägen. Naba gefällt's, er ist von der Tanzfläche nicht wegzukriegen. Seine Aufforderung auch zu tanzen lehne ich ab. Ich kann mich schon zu "richtiger" Musik kaum passend bewegen.

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Am nächsten Tag fahren wir mit seinem Moped durch die Stadt.

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Kathmandu gewinnt sicher keinen Schönheitspreis. Unglaublich viel Müll überall - ein Augenschmerz. Die Nase wird von der teilweise offene Kanalisation beleidigt. Unser Ziel liegt irgendwo in den umliegenden Hügeln. Es hat wieder weit über 30°, unglaublich schwül und dunstig. Weit sehen kann man nicht. Ich mache ein paar Fotos von diversen Aussichtspunkten, aber wegen der schlechten Sicht sind alle nichts geworden.

Ich bin froh, dass am nächsten Tag meine Tour beginnt - raus aus dieser wilden Mülldeponie.

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Knapp sieben Stunden später sind wir in Sauraha, direkt am Chitwan Nationalpark. 44° und 100% Luftfeuchte bei der Ankunft. Im offenen Lastwagen werden wir zum Hotel gekarrt. Ein Auto mit Klimaanlage wäre mir jetzt lieber.

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Mit mir reist Ulvar, ein junger Norweger. Wir warten bis kurz vor Sonnenuntergang, bis es kühler ist und brechen zu unserer ersten geführten Wanderung in den Park auf. Man kann auch hier in Nepal versuchen die "Big Five" zu sehen. Statt der Löwen gibt es hier Tiger, ansonsten ist alles da - wenn man Glück hat.

Wir kommen an einer Elefantenstation vorbei, hier leben die domestizierten Exemplare.

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Anschließend wandern wir einen Flusslauf entlang und sehen am Dschungelrand freilaufende Vertreter der Art.

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Das wäre der Erste der Nepal-Big-5

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Der nächste Tag beginnt früh morgens mit einer Kanufahrt.

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Mit dem Jeep fahren wir zur Anlegestelle.

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Riversafari, eigentlich meine liebste Art Tiere zu sehen. Dieses Boot ist allerdings extrem unbequem und sauheiß ist es nach 3 Stunden auch schon wieder. Ich schwitze wie ein Pferd, aber keiner hat was gesagt, dass das heute so lange geht und ich habe kein Wasser dabei.

Es gibt allerdings Einiges zu sehen. Völlig harmlose Gaviale am Ufer und - etwas gefährlicher - ein paar untergetauchte "richtige" Krokodile.

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Allzu gefährlich können die aber aber nicht sein, denn diese Frauen waschen hier am Ufer in aller Ruhe ihre Wäsche.

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Ein Wasserbüffel am Uferrand - #2 der Big 5.

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Endlich endet die Bootsfahrt, ich wusste schon nicht mehr wie ich auf dem harten Holzboden sitzen sollte.

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Weiter geht es zu Fuß. Hinter ein paar Büschen, mitten in den Wasserhyazinthen dann das Highlight: Ein indisches Panzernashorn schaut uns missmutig an. Wir stören seinen Mittagsschlaf im Schlamm.

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Hier im Chitwan-Park leben 500 dieser Tiere, das ist etwa ein Viertel der Panzernashorn-Weltbevölkerung. Ich frage unseren Guide wie es hier mit Wilderern aussieht. Die sind kein Problem mehr, überall im Park patrouilliert das Militär.

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Das scheint zu funktionieren. Allerdings sind die Hörner der hiesigen Rhinos winzig im Vergleich zu denen ihren afrikanischen Verwandten, das lohnt dann wohl auch das hohe Risiko für die Wilderer nicht.

Am Nachmittag dann der Höhepunkt des Programms: Safari auf Elefantenrücken.

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Das ist eine extrem touristische Veranstaltung. Vier Touristen pro Elefant, mindestens 20 Elefanten im Gänsemarsch, geht es los.

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Die chinesischen Touristen machen einen Lärm wie auf dem Jahrmarkt. Ich denke die Chance mit diesem Kindergarten vor und hinter uns Tiere zu sehen geht gegen Null. Ein kleine Herde Hirsche ist offensichtlich an den Krach gewöhnt und ergreift nicht die Flucht.

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"Lucky Kali" heißt unser Reittier

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Der Mahout steuert im Dschungel auf einen eigenen Pfad, weg von der chinesischen Rasselbande. Eine gute Idee! Wir sehen bald darauf ein einzelnes Nashorn,

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dann Mutter mit Jungtier nach dem Schlammbad (leider 5 Minuten zu spät um sie für Fotos in der Wanne zu erwischen) und am Ende auf einer Lichtung noch eine Mutter mit Jungtier.

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Wow! 6 Nashörner an einem Tag. So viele dieser seltenen Tier zu sehen ist ein außerordentlicher Glücksfall. #3 der Nepal-Big 5. Nun fehlen mir wieder mal nur noch die beiden Katzen in der Sammlung. Dabei bleibt es dann auch, wieder ist es nichts mit dem Leoparden und erst recht nichts mit einem Tiger.

Eingestellt von Tom Travel 05:35 Archiviert in Nepal Kommentare (0)

Pokhara

Golf extrem

semi-overcast 31 °C
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Pokhara ist die zweitgrößte Stadt in Nepal und so etwas wie die hübschere Schwester von Kathmandu. Vor allemDowntown - der Stadtteil am Ufer des See ist bei Besuchern sehr beliebt. Mit dem Bus war ich 6 Sunden unterwegs hierher.

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Raus aus der unerträglich schwülen Hitze von Chitwan, hinauf ins Bergland am Fuße des Annapurna. Nur noch leicht auszuhaltende 30° und immer ein kühlende Brise - sehr angenehm. Leider auch sehr bewölkt, dadurch sehe ich die fantastische Skyline des Himalaja nur selten.
Wenn es denn mal aufreißt ist es wirklich beeindruckend. Ich kann verstehen warum manche da hinauf müssen. Für mich stehen Bergtouren nicht auf dem Programm. Selbst wenn ich es irgendwie da hinauf schaffen sollte, den Berg wieder runter käme ich niemals. Das musste ich zuletzt in Sardinien schmerzhaft anerkennen. Auf den Tafelberg in Kapstadt kam ich nur weil es eine Seilbahn nach unten gab, die gibt es hier nicht. Dieser Gipfel - der "Fishtail" - ist allerdings heilig und niemand durfte ihn bisher besteigen.

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Am ersten Tag miete ich mir für ein paar Stunden ein Taxi und mache eine Stadtrundfahrt. Eine kleine Schlucht, eine Höhle mit Slot-Canyon...

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Ein weißer Fluss und ein Hindutempel.

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Hier findet gerade eine Hochzeit statt.

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Der Taxifahrer zeigt mir stolz den alten Teil der Stadt mit Häusern in traditioneller Bauweise. Ich war davon nicht beeindruckt aber er war so enttäuscht als ich es nicht fototgrafieren wollte, da habe ich doch ein paar Fotos gemacht.

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Abends ist Champions League Finale. Letztes Jahr habe ich das auf Galapagos auf dem einzig privaten TV mit Satellitenantenne in kleiner Runde angesehen. Hier gibt es eine Sportbar und es ist trotz der späten Stunde gut voll. Mein norwegischer Freund kommt später auch dazu und es ist richtig Stimmung. Als ich um 3 Uhr morgens alleine zurück zum Hotel gehe muss ich mir keine Gedanken um meine Sicherheit machen, das ist etwas das ich mittlerweile auf meinen Reisen sehr schätze.

Am nächsten Morgen ist erstmal Ausschlafen angesagt. Dann gehe ich ein Reisebüro und buche meine Aktivitäten für die nächsten beiden Tage hier: Golf und Paragliding. Am Abend wollte ich mich eigentlich mit Ulvar treffen, doch das wird ein Reinfall. Er ist mit ein paar Freunden auf der anderen Seite des Sees in einer kleinen Bar. Ich suche ein Taxi und frage den Fahrer was es kostet mich dorthin zu fahren und ob er weiß wo die Bar ist. Den Preis kennt er und die Bar angeblich auch. Letzteres stellt sich als glatte Lüge heraus. Anderthalb Stunden fahren wir im Zielgebiet durch die Gegend, fragen jede Menge Leute aber keiner kennt die Bar. Nach zwei Stunden bin ich wieder im Hotel, da wo ich losgefahren bin. Der Taxifahrer ist stinksauer, ich auch.

Am nächsten Abend meldet sich Ulvar wieder vom anderen Ende der Stadt. Sie sind beim Billard. Diesmal gehe ich zu Fuß die 3km. Auch dieses Mal muss ich 5 Leute fragen, bis mal einer den Namen des Restaurants kennt zu dem ich will. Am Ende finde ich es und lerne Billard mit nepalesischen Regeln. So hatte ich Billard zuvor noch nie gespielt.

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Wieder ist es weit nach Mitternacht als ich in völliger Dunkelheit nach hause gehe. Stromausfälle sind hier häufig, Straßénbeleuchtung Luxus. Hier ist das kein Problem. Versucht so etwas mal in Lima oder Jo'burg - heil ankommen wäre dort sehr unwahrscheinlich.

Ein anderer Taxifahrer findet am nächsten Morgen den Golfplatz ohne Probleme. Vor Jahren habe ich im TV einen Bericht über diesen Platz gesehen.

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Einmalig am Fuße des Himalaya gelegen, die Fairways in einer Schlucht entlang eines Flusses. Auf dem ersten Bild der 3. Abschlag. Irgendwo da unten im Tal das Fairway. Im Hintergrund Annapurna und Fishtail - geht's besser?

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Greenfee, Caddy und Leihschläger - alles sehr günstig hier. Einen Golfkart gibt es allerdings nicht. Dafür sind die Verbindungswege zwischen den Tees zu steil und holprig. Über wackelige schmale Brücken überquert man mehrfach den Fluss.

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Auf einer 18-Loch-Runde überwindet man hier mehr Höhenmeter als bei so mancher Bergwanderung in den Alpen. Abschläge hoch über dem Tal, wie auf einer Heli-Plattform.

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Die Aussicht ein Traum. Etwa in der Mitte meines Eisens sieht man die Spitze des Fishtail.

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Verschwitzt und erschöpft nach fast 4 Stunden Kletterei komme ich wieder ins Clubhaus. Über den Score schweigen wir lieber. Dieser Platz dürfte bezüglich der Ansprüche an die Fitness ziemlich einmalig auf der Welt sein. Für heute reicht es, ich bin erledigt.

Nächster Tag: Paragliding. Sehr entspannend, dabei muss ich nichts tun. Ein Jeep karrt die 6 Mit-Flieger und die 6 Piloten 450m hoch auf den Berg.

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So gute Sicht wie heute war schon lange nicht mehr.

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Ein Tandem nach dem anderen geht in die Luft.

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30 Schirme gleichzeitig fliegen wie Schmetterlinge Richtung Landezone am See.

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Ungewöhnliche Ansichten von oben

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Mein Pilot hat Spaß und macht am Ende etwas Akrobatik mit dem Schirm. Spiralen und Steilkurven, da habe ich auch Spaß dabei. Genau das hat mir bei dem Flug in Südafrika vor ein paar Wochen gefehlt. Es war zwar hier etwas teurer als dort, aber es ist sein Geld unbedingt wert.

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Letzter Programmpunkt hier: Sonnenaufgang hinter dem Hang des Annapurna II. Für dieses Foto bin ich um 4 Uhr aufgestanden!

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Vor mir der Fishtail, links davon Annapurna I

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Eingestellt von Tom Travel 04:51 Archiviert in Nepal Kommentare (0)

Hummeldumm in Tibet

7 Tage Tibet - Tag 1

overcast 8 °C
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Nach meiner Rückkehr aus Pokhara habe ich einen Tag Pause in Kathmandu bevor es weiter geht.

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Naba ist höchst erfreut mich zu sehen, denn ich muss noch den Restbetrag für die anstehende Tibetreise bezahlen.

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Am nächsten Tag verlaufe mich völlig bei einem Rundgang durch Thaumel, der Stadtteil in dem ich wohne.

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Für mich ist hier alles zu viel zu bunt, zu laut, alles sieht gleich aus. Es dauert über 2 Stunden bis ich mein Hotel wieder finde, dabei war ich nie weiter als 500m davon entfernt.

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Am nächsten morgen geht es bei Sonnenaufgang los. Mit dem Taxi zum Jeep.

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Dort treffe ich den Rest der Reisegruppe. Zum ersten Mal auf all meinen Reisen bin ich gezwungen mich einer Gruppe anzuschließen. Ich befürchte das Schlimmste. Seit ich "Hummeldumm" von Tommy Jaud gelesen habe, ist meine Abneigung gegen diese Art zu reisen nur noch größer geworden. Aber im Falle Tibet geht es nicht anders. Man bekommt nur als Gruppe mit festem Reiseplan und Reiseleiter ein Visum.

Zuerst treffe ich Christoph und Patrick beim Frühstück - 2 Schweizer. Der eine fängt demnächst einen Job in Kambodscha an, der andere arbeitet bei einer Schweizer Krankenkasse. Die beiden scheinen in Ordnung zu sein. Mal sehen was noch kommt. Als nächstes erscheint Valeria, eine argentinische Zollbeamtin, dann Corinne, sie arbeitet fürs französische Fernsehen, besorgt Kostüme. Einer fehlt noch, laut Liste ein Kanadier. Er kommt als letzter: Hamid, in Abu Dhabi geboren, lebt nun in Kanada. Die letzten 3 sind alle etwa in meinem Alter, das sollte eigentlich passen.

Das Gepäck aufs Dach verladen, kann es losgehen. Den Reiseleiter werden wir erst an der Grenze treffen. So sind wir mit dem Fahrer nur zu 6. im Jeep - trotzdem eng und später auch extrem holprig. Der einzige Verbindungsweg zwischen Nepal und Tibet hat den Namen Straße nicht verdient. Schon auf nepalesischer Seite häufig Polizeikontrollpunkte. Wovor haben die bloß so Angst hier?

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Es geht immer stramm bergauf. Hier an einer Schlucht wird Bungee gesprungen. Von uns hat keiner Lust dazu. Corinne war schon der Gang auf die Brücke zu viel.

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Etwa einen Kilometer vor der Grenze geht dann nichts mehr. LKW-Stau, ab hier geht es mit samt Gepäck zu Fuß weiter. Es ist heiß und die Luft schon spürbar dünner - das schlaucht gewaltig.

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Auf der anderen Seite des Flusses liegt China, bzw Tibet.

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Für dieses Foto auf der Brücke habe ich Ärger bekommen. "NO foto!" heißt es hier. Drei Uniformierte stürzen auf mich zu und ich habe Glück, dass ich die Kamera und den Speicherchip behalten darf.

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Auf der anderen Seite der Brücke empfängt uns unser Reiseleiter für die nächsten 7 Tage. Wir nennen ihn LCD, denn seinen tibetischen Namen kann sich keiner merken. Ich mag ihn auf Anhieb nicht.

Dann die Grenzformalitäten. Pässe und Gruppenvisum werden 3x überprüft, Gepäck 2x durchleuchtet und zusätzlich 1x ziemlich lasch durchsucht. "Haben sie Bücher dabei oder Fotos?" Seltsame Frage an einer Grenze, aber hier hat man furchtbar Angst vor dem Dalai Lama. Alles auf dem sein Name oder Gesicht gedruckt ist, ist Teufelszeug und darf nicht eingeführt werden.

Es dauert etwa 45 Minuten dann sind alle durch alle Kontrollen und wir können das Gepäck in einen Minibus laden.

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Das wird in der nächsten Woche für viele Stunden unser zuhause sein. Gruppenreise bedeutet: Bus fahren - viel Bus fahren! Trotz des frühen Aufbruchs ist es nun schon spät am Nachmittag. Tibet hat die selbe Zeit wie Peking und uns werden 2 Stunden geklaut.

Erste Überraschung: In China fährt man auf der rechten Seite. Die zweite Überraschung ist der anfangs erstaunlich gute Straßenzustand. Später wurde das schlechter, aber in grenznähe war die Straße schlaglochfrei geteert. Nach etwa 2 Stunden ohne landschaftliche Höhepunkte bei bewölkt und regnerischem Wetter erreichen wir das Guesthouse in Nyalam für die erste Nacht. "Kein Hotel, ein Guesthouse", meinte unser Reiseleiter. Wir hätten gewarnt sein sollen. So eine Absteige habe ich schon seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Kein Warmwasser, keine Duschen, eine Toilette indisch (am Ende des Ganges).

Wir sind auf 3700m und es ist ziemlich kalt, Heizung gibt es trotzdem nicht. Vielleicht damit wir uns gegenseitig wärmen können, hat der Veranstalter daran gedacht uns in Doppelzimmer zu packen. Die beiden Schweizer und die beiden Frauen zusammen ist irgendwie klar. Ich erwische das dicke Ende - Hamid. Er ist das leicht übergewichtige Musterbeispiel eines Schnarchers. Ich protestiere und verlange ein Einzelzimmer. Mit viel Diskussion und widerwillig bekomme ich eines. "Aber nur für heute Nacht", ab da müssten wir Aufschlag zahlen erklärt LCD. Ich lasse es mal dabei, für heute ist meine Nachtruhe gesichert.

Wo das geklärt ist, schaue ich mir das Dorf an in dem wir gelandet sind. Es als trostlos zu bezeichnen wäre viel zu freundlich. Hier gibt es nichts zu sehen, nichts zu tun.

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Es bleibt nur das Restaurant neben unserem Guesthouse. Aber selbst nach ein paar Bier ist die Aussicht aus dem Fenster nicht besser. Diesen Ort kann man sich nicht mal schöntrinken.

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Es bleibt die Hoffnung dass es von nun an nur besser werden kann - schlechter geht kaum.

Eingestellt von Tom Travel 03:02 Archiviert in China Kommentare (0)

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