Reise blog von Travellerspoint

Borneo - Teil I

Wo sind die Tiere?

semi-overcast 32 °C
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Ankunft in Borneo in Kota Kinabalu, eine mittelgroße Stadt. Hier finden sich mal sicher keine Tiere. Aber es gibt eine Sportbar, das ist im Moment auch wichtiger. Viertelfinale schaue ich mit 2 Österreichern und einer Deutschen in einem Irish-Pub leider ohne Ton.

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Ich bekomme eine weitere Gelgenheit ein Laphroaig-Gesicht zu fotografieren.

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Für Carina aus Hamburg war es der erste Islay-Scotch und dem Ausdruck nach wird es auch für lange Zeit der Letzte bleiben. Ich habe den Eindruck das man hier in Borneo in einigen Lebensbereichen schnell in die westlich, moderne Zeit möchte. Dazu gehört zum Beispiel die Nutzung von Keramik-Kloschüsseln so wie sie bei uns üblich sind.

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Anscheinend bedarf es häufig noch einer Gebrauchsanleitung. Für die Damen gibt es zusätzlich eine grafische Darstellung.

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Am Tag nach dem Frankreich-Spiel fahre ich zum Mt. Kinabalu. Raufklettern ginge, aber ich käme da nicht mehr runter. So bleibt mir nur eine Wanderung durch den Regenwald am Fuße des Berges. Ich habe Glück den es regnet gerade mal für ein paar Stunden nicht. Viel Wald habe ich gesehen, aber keine Tiere.

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Die vielen verschiedenen Arten von Kannenpflanzen waren das Beste an dieser Wanderung.

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Am nächsten Morgen ist es hier oben viel zu kalt und es regnet ohne Unterbrechung - wie deutscher Herbst. Ich fahre direkt weiter in den Osten, nach Sandakan. Wieder eine mittelgroße Stadt und die letzte Möglichkeit hier in Borneo eine Übertragung der WM live zu sehen. Halbfinale steht an. An der Hafenpromenade finde ich ein Bistro, das um 4 Uhr morgens noch geöffnet hat und das Spiel auf einer großen Leinwand überträgt. Viele sind es nicht die um diese unchristliche Zeit aufgestanden sind (oder durchgemacht haben) um das Spiel gegen Brasilien zu sehen.

Jetzt sind es 4 Tage bis zum Finale, da kann ich wieder auf die Suche nach der einheimischen Fauna gehen. Das Kinabatangan River Reserve liegt nur etwa 3 Busstunden entfernt.

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Jungle-Lodges in diesem Nationalpark bieten Pakete an - 2 Nächte 3 Tage alles inklusiv und gar nicht mal teuer. Mit einem Boot geht es zur anderen Seite des Flusses.

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Ich hoffe auf ein ähnliche schönes Dschungel-Erlebnis wie in Bolivien oder Namibia. Gleich nach Ankunft geht es zur ersten River-Safari.

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Nasenaffen in den Uferbäumen, endemisch auf Borneo.

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Weiter oben am Fluss haben wir dann richtig Glück, denn zum ersten Mal seit 6 Monaten lassen sich Borneo-Zwerg-Elefanten blicken.

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Allerdings hat es genau in dem Moment begonnen heftig zu regnen. Im offenen Boot nicht gut für die Kamera. Ich mache schnell ein paar Bilder und packe dann alles weg. Bisher schon 3 Spiegelreflexkameras mit Wasserschaden auf dieser Reise - das reicht!

Für die anschließende Nachtwanderung durch den Dschungel nehme ich die Kamera gar nicht erst mit, denn es sieht mach noch mehr Regen aus. Nach meiner Erfahrung gibt es bei diesen Wanderungen ohnehin nicht viel zu fotografieren. Wir sehen eine Zibetkatze im Baum. Das sind die, die den teuersten Kaffee "produzieren". Die wäre dann doch doch ein Foto wert gewesen.

Nächster Tag Dschungelwanderung zu einem See.

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33°, 100% Luftfeuchte. Alle Teilnehmer der Wanderung haben sich trotz der schwülen Hitze mit Gummistiefeln und blutegelsicheren Socken ausstatten lassen. In meiner Größe gab es keine Stiefel mehr und ich gehe wieder mal mit Badeschlappen in den Wald. Der Guide sieht mein Schuhwerk skeptisch an und meint das geht so nicht. Ich versichere ihm, dass das sehr wohl geht. Mir ist es lieber ein paar Egel abzubekommen, als noch mehr zu schwitzen. Als wir nach 3 Stunden wieder in der Lodge sind, habe ich zwar viel Schlamm aber keine Blutegel an den Beinen.

Am Nachmittag wieder Fluss-Safari per Boot. Viele Makaken, einKrokodil und eine Schlange im Baum.

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Jedesmal wenn einer der Bootsführer etwas findet treffen etliche andere Boote ein um das Tier ihren Gästen zu zeigen. Ich schätze die Quote Mensch:Tier auf etwa 50:1. Kaum zurück bricht der Himmel durch und es regnet wie ich es kaum je erlebt habe.

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Juli ist normal der trockenste Monat in dieser Region. Wenn das trocken ist, dann möchte ich hier nicht in der Regenzeit sein. Wegen dem Starkregen fällt die heutige Nachtwanderung aus und weil es so stark abgekühlt hat ist auch die Morgensafari im Nebel verschwunden. Lag es allein am schlechten Wetter oder habe ich schon zu viel Besseres gesehen? Am Ende der 3 Tage bin ich trotz der Nasenaffen, Leistenkrokodil und Mini-Elefanten nicht sehr beeindruckt von Borneos Dschungel und Tierwelt. Ich fahre wieder zurück nach Sandakan, denn heute Nacht steigt das Finale der WM!

Eingestellt von Tom Travel 21:42 Archiviert in Malaysia

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Kommentare

Hi Thomas, hier noch ein paar Reisevorschläge mit B, wahlweise Städte oder Länder: Bangladesh, Bangalore, Bahrein, Barbados, Burkina Faso, Belize...

von Eva & Udo

4 deiner Vorschläge liegen westlich von hier. Zurück fahre ich allerdings jetzt nicht mehr. Die anderen beiden könnten durchaus noch in Frage kommen, sind aber zumindest bis jetzt nicht in der engeren Wahl. Mittlerweile weiß ich wo ich nach Bali hinfahre. Mal sehen ob du auch dieses Mal wieder richtig liegst mit deinem Tipp.

von Tom Travel

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