Reise blog von Travellerspoint

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am See nichts zu sehen

Inle Lake

overcast 26 °C
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Mit dem Taxi zum Luxus-Nachtbus. Mit dem geht es von Yangon zum Inle-See, 650km nordwärts.

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Laut Reiseführer ein Highlight jeder Myanmar Reise. Was für ein Reinfall! Ein flacher See zwischen zwei Hügelketten. Dafür bin ich jetzt 11 Stunden Bus gefahren? Nyaungshwe, der Ort an dem man hier bezahlbare Unterkunft findet, liegt an einem Kanal ein paar Kilometer nördlich vom See und ist ein langweiliges, verstaubtes Dorf.

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Im Ort gibt es nichts zu sehen. Mit einem Boot mache ich zusammen mit 2 Australiern die vom Hotel angebotene Tour zum See.

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Wir treffen Fischer auf dem See, die ihre Netze und Reusen auslegen. Sie stehen dabei artistisch auf einem Bein am Bootsende, mit dem anderen bedienen sie irgendwie das Paddel.

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Die Leute leben auf dem See in Hütten auf Stelzen im Wasser. Waschplatz, Badezimmer und Toilette gleich unterm Haus - wie praktisch.

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Festen Boden findet man hier kaum. Wenn sich mal eine größere Fläche findet, dann wird eine Pagode drauf gebaut.

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Weitere Stationen der Tour sind eine Weberei, ein Goldschmied, eine Zigarrenfabrik. Eine Frau mit durch viele Halsreifen übereinander unnatürlich verlängertem Hals wird präsentiert. Das alles war mir nicht mal ein Foto wert. Alles wurde gelangweilt wie auf einem Jahrmarkt präsentiert. Habe ich einfach schon zu viel gesehen und bin abgestumpft? Sieht nicht so aus, denn auch die beiden jungen Australier langweilen sich. Am Ende sind wir uns einig, dass das der uninteressanteste Ausflug war, den wir je gemacht haben. Wer ist die Zielgruppe für diese schlechte Show? Wem gefällt so etwas?

Drei Dinge machen den Aufenthalt hier erträglich: Erstens, es ist 10 Grad kühler als in Yangon. Zweitens, es gibt ein hübsches französisches Restaurant mit Großbildleinwand in dem die Spiele der Fußball-WM übertragen werden. Das Interesse ist hier allerdings sehr begrenzt. Höchstens 10 Fans wollen sich die späten Spiele ansehen.

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Drittens, ich habe ein schönes Einzelzimmer mit Blick auf den tropischen Garten.

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Das "Red Mountain"-Weingut, dass auch als Attraktion im Reiseführer vermerkt ist, kann man getrost weglassen. Die Lage oben auf einem Hügel ist noch das Beste. Ich mache eine Weinprobe und von den 4 angebotenen Weinen ist gerade mal einer einigermaßen trinkbar.

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Eingestellt von Tom Travel 23:12 Archiviert in Myanmar Kommentare (1)

Das Miststück

Bagan

semi-overcast 34 °C
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Genug vom Inle-See und der Gegend. Am letzten Tag kamen die 3 Holländerinnen, die ich in Yangon beim Public Viewing getroffen habe, an. Myanmar ist zwar groß in der Fläche, aber wenn es darum geht wo sich man als Tourist aufhält ist es winzig klein. Man trifft immer dieselben Leute. Sich in München über den Weg zu laufen ist erheblich unwahrscheinlicher als hier in diesem Land. Die Strände im Süden und das Bergland im Norden sind zurzeit touristisch noch völlig unerschlossen. Diese Regionen bleiben Abenteurern überlassen, die viel Zeit mitbringen und auch ohne Hotel auskommen können. Nach zuletzt 6 Monaten Camping im südlichen Afrika ist mein Bedarf an Abenteuer gedeckt. Yangon, Inle See, Bagan, Mandalay... das sind die 4 Stationen die jeder hier macht und genau das mache ich auch. Yangon war OK, Inle See eine Zeitverschwendung, mal sehen was es in Bagan zu bieten hat.

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Es geht mit dem Bus 9 Stunden nach Westen. Ich nehme den Bus am Morgen, weil die Gegend durch die wir heute fahren ziemlich interessant sein soll. "Naja, geht so", denke ich. Nach all dem was ich in Kolumbien und Nepal aus dem Busfenster gesehen habe, ist das hier nur zweite Wahl. Ganz hübsch die Hügel und der Dschungel, aber mehr auch nicht. Im Bus außer mir nur eine Handvoll Touristen. Die sind sichtbar angetan von der Landschaft. Ich habe ein deja vu. So ging es mir in Argentinien, als auf der Busfahrt durch Patagonien nichts auch nur annähernd so spektakulär war wie das, was ich gerade ein paar Wochen zuvor in der Antarktis gesehen hatte.

Bagan hat mich nicht sofort überzeugt. Die ersten beiden Tage bin ich mit dem E-Bike ziemlich planlos kreuz und quer über die Ebene mit den vielen Zipfelmützen gefahren. (Motorräder sind für Touristen hier nicht erlaubt).

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Die Zipfelmützen sind Stupas. Die kleineren sehen von weitem aus wie Termitenhügel. Hunderte, Tausende davon sind hier auf mehreren 100km² scheinbar wahllos verstreut.

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Es gibt alle Größen, bis 50m hoch, und rund - dann sind es wohl Pagoden oder wenn quadratisch im Grundriss, dann sind’s Tempel.

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Drinnen sitzt, steht oder liegt dann einer oder mehrere Buddhas – je nach Geschmack und Geldbeutel der Bauherren.

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Das was man von den Wandfresken noch erkennen kann ist handwerklich unglaublich schlecht. Haben die damals Schulklassen rekrutiert um das zu malen?

Der Bike-Verleiher gibt mir ein rosarotes Bike. Ich schaue ihn skeptisch an, aber er meint das wäre 100% in Ordnung. Abgesehen von der Farbe kann ich daran zunächst auch nichts aussetzen.

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Am ersten Tag mit dem E-Bike traue ich der Technik nicht so recht und fahre nur einen relativ kleinen Rundkurs. Ich bin jeweils gegen Mittag unterwegs, in der größten Hitze. Wohl deswegen habe ich praktisch alle Tempel und Pagoden für mich alleine. Es gibt wieder viel Gold zu sehen.

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Die Massen kommen frühmorgens oder zum Sonnenuntergang. Die Händler vor den Bauwerken sind sehr hartnäckig darin ihre Waren anzubieten. Aber jetzt in der Mittagshitze auch weniger aktiv.

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.Als ich mit der Runde fertig bin zeigt der Batterieladestand immer noch 90%. Dadurch ermutigt fahre ich am nächsten Tag eine richtig große Runde.

Darauf hat das kleine Miststück nur gewartet. Am weitest entfernten Punkt der Runde setzt der Vortrieb aus. Nichts geht mehr mit E-Power. Die Batterie zeigt aber immer noch 70% Ladestand. Es hat 35° im Schatten (wenn es welchen gäbe). Das Bike hat kleine Pedale, mit denen man im Notfall vorwärts kommen kann. Erheblich aufwendiger als mit einem richtigen Fahrrad, denn die Kurbeln laden auch die Batterie. Aber immer noch besser als Schieben. Man verbraucht Muskelkraft um das schwere Bike vorwärts zu bewegen und gleichzeitig die Batterie zu laden. Schweißüberströmt komme ich knapp 2 Stunden später wieder beim Verleiher an und tausche das Miststück gegen ein anderes E-Bike mit voller Batterie.

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Zum Sonnenaufgang habe ich es wegen der Fußball-WM nie geschafft, aber Sonnenuntergang ist auch nicht schlecht. Am dritten Tag rentiert sich mein scouten aus den Vortagen. Ich habe einen Tempel mit Aussichtsplattform ganz oben für mich alleine und sehe in 200m Entfernung wie sich Hunderte von Touristen auf der Shwesandaw Pagode auf den Füßen stehen.

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Dorthin wollte mich die Dame von der Tourist-Info auch schicken und da gehe ich sicher nicht hin. Jetzt mit der tiefen Sonne über der Ebene sieht die Sache ziemlich klasse aus.

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Das praktische an einer Diktatur ist, dass man keinen fragen muss. Die Junta hat eben Mal alle Bewohner der Gegend umgesiedelt. Nicht schön für die Betroffenen, aber schön für die Besucher. Wenn man nun da oben auf einer Pagode sitzt, hört man nur den Wind und die Vögel zwitschern – kein menschliches Geräusch stört. Hat man wie ich einen Solo-Tempel gefunden, dann sieht man auch keinen Menschen.

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Der Aufstieg auf die oberste Plattform führt durch enge dunkle Passagen und Treppen. So kann ein wenig Indiana Jones Feeling aufkommen. Keine Absperrungen, keine "do not enter-Schilder", keine Aufpasser. Hier kann man klettern wie man will...und auch runterfallen.

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Angkor Wat war dort am schönsten, wo keine Touristen waren. Hier gilt das Selbe. Wenn man es nicht schafft den Massen zu entkommen, ist es zwecklos diese Orte zu besuchen. Aus genau diesem Grund habe ich übrigens Machu Picchu in Peru nicht besucht.

Ohne es geplant zu haben habe ich 4 buddhistische Hochburgen nacheinander besucht. Nepal-Tibet-Bhutan-Myanmar. Ich vermute da würde sich selbst bei am Thema sehr interessierten Reisenden eine gewisse kulturelle Ermüdung einstellen. Für mich ist der Sieger in dieser Reihe ganz klar Lhasa inTibet. Was ich dort gesehen habe werde ich nie vergessen.

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Für diese Reise reicht es nun von Kultur. Ab jetzt gibt es nur noch Landschaft und Tiere. Jeder darf mitraten wohin es als Nächstes geht. Zuletzt haben zumindest 2 das nächste Land richtig getippt. Auch dieses Mal steht die Kommentar-Funktion allen offen um ihren Tipp abzugeben. Ich freue mich über jeden Beitrag.

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Eingestellt von Tom Travel 22:30 Archiviert in Myanmar Kommentare (7)

One Night in Bangkok

Bagan - Mandalay - Bangkok - ???

overcast 30 °C
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Das ist meine bisherige Reisekarte in Asien.

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Zugegeben, nicht sehr zielstrebig und linear. Das liegt aber nicht an mir, sondern an den abgelegenen Zielen und den sehr beschränkt verfügbaren Flugrouten dorthin. Wo werde ich übermorgen das Viertelfinale der WM sehen? China ist es nicht. Bitte immer nur 1 Tipp pro Kommentar.

Weil es so schön war habe ich in Bagan einen Tag verlängert und bin noch einmal zu "meiner" Pagode. Dieses Mal wurde ich gleich am Eingang von 2 Verkaufsgenies in Empfang genommen. Ohne Taschengeld wurde ich die beiden Raubritter nicht los.

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Kurz darauf kam ein Kleinbus mit 6 US-Amerikanern und etliche andere Touristen. Aus war's mit der Einsamkeit und dem Indiana-Jones-Feeling. Sogar jetzt in der Off-Season muss man scheinbar richtig Glück haben um die Aussicht für sich zu haben.

Am nächsten Morgen Premiere: Das erste Mal nach über 150.000 Reisekilometern fahre ich im Ausland mit dem Zug. 8 Stunden für 180km. Das Ticket für diese halsbrecherische Fahrt kostet dann auch nur 3€. Ich wäre lieber mit dem Boot gefahren, aber das fährt jetzt in der Off-Season mangels Nachfrage nicht.

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In Mandalay ist es höllisch heiß als ich am Nachmittag ankomme.

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35°, viel zu heiß um irgendetwas zu unternehmen. Gegen Abend lasse ich mich von einem Moped an den Fuß des Hügels am Stadtrand fahren.

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Treppen,Treppen, Treppen - die Perspektive auf dem Foto täuscht, es geht stramm nach oben.

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Die Aussicht soll ja ziemlich toll sein von da oben. Wieder mal so ein Pseudo-Höheunkt aus dem Reiseführer. Wenn das hier das Beste an Mandalay war, kann ich mir den Rest wirklich sparen.

Der Versuch abends einen gemütlichen Ort fürs Public Viewing zu finden gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Hier gibt es Tea-Shops an der Straße, die haben auch einen TV, aber dürfen kein Bier verkaufen. Dort wo Bier verkauft wird ist um Mitternacht Feierabend. Êin Rikscha-Fahrer kennt einen Ort wo es beides gibt.

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Am zweiten Abend gegen 2 Uhr, auf dem Rückweg vom Argentinein:Schweiz-Spiel weist mich ein Einheimischer darauf hin, dass es weiter vorne Probleme gibt. Es gab wieder einen Stromausfall und es ist stockfinster. Ich kenne den Weg und denke mir nichts.

Ein Stück weiter stehen ein paar Einheimische beisammen, einer hat lässig eine Katana über der Schulter. Ich denke: "Seltsam um diese Uhrzeit mit einem Schwert durch die Gegend zu laufen." Was soll's, ich grüße freundlich und gehe vorbei. Hundert Meter weiter stehen etwa 100 Polizisten mit Sturmgewehren im Anschlag mitten auf der Straße. Was soll das nun? Ich grüße auch die Polizisten freundlich und gehe wieder einfach durch ihre Reihen hindurch. Alles wirkt irgendwie gespenstisch, denn keiner rührt sich oder sagt ein Wort. Entweder warten die auf etwas, oder das was das Problem war ist bereits vorbei. Für mich hat sich keine der Konfliktparteien interessiert.

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Etwas südlich von Mandalay gibt es eine fotogene Brücke. Ich miete mir ein Motorrad und fahre dieses Mal selbst hin.

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Auf einem kleinen Boot lasse ich mich über den See rudern.

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Vom Wasser aus bekommt man die besten Bilder.

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Das war es dann mit Mandalay und Myanmar. Jetzt kommen wieder 2 Reisetage. Die gewohnte Routine aus Bussen, Taxis und Flugzeugen.

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Am Nachmittag komme ich für einen kurzen Zwischenstopp in Bangkok an. Ich bleibe in einem Hotel in Flughafennähe, denn Morgen geht es schon um 5 Uhr in der Früh wieder weiter. Das Nightlife von Bangkok werde ich auch dieses Mal nicht erleben. Wohin es geht? Ihr werdet sehen. Bis zum nächsten Beitrag können noch Tipps abgegeben werden.

Eingestellt von Tom Travel 07:46 Archiviert in Thailand Kommentare (4)

Brunei Darussalam

Ramadan - nix wie weg hier

semi-overcast 31 °C
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Bhutan, Burma, Bangkok, Brunei bzw. Borneo...war doch klar. Auch dieses Mal haben es 2 richtig erraten - Glückwunsch Anja und Eva. Ich mache jetzt mal alles mit "B". Als Nächstes kommt Bali. Danach weiß ich selbst noch nicht wo es hingeht. Hat jemand einen Vorschlag?

Borneo, Landschaft und Tiere, da bin ich hier genau richtig. Sumatra wäre auch gut gewesen, aber da war ich schon. Ich sollte wirklich mal anfangen bei AirAsia Meilen zu sammeln, denn auch dieses Mal ist es wieder diese Gesellschaft die mich mit kurzem Zwischenstopp in KL nach Brunei bringt.

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Ich muss bei der Planung meiner Route darauf achten nicht zu viele Grenzen zu überqueren. Ich habe nur noch 3 Seiten in meinem Pass und muss nun jedes Mal aufpassen, dass die Grenzbeamten ihre Stempel nicht irgendwo mitten auf einer der letzten frischen Seiten platzieren.

Kleiner Nachtrag zu Bangkok. Diese Werbung sah ich bei einer Autowaschanlage. Gewagte These in einer Stadt wie Bangkok :-P

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Ich bin also in Brunei und wollte hier eigentlich ein paar Tage bleiben.

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Als ich den Flug gebucht habe, habe ich allerdings 2 Dinge nicht bedacht. Erstens dass am Tag nach meiner Ankunft das Viertelfinale der WM statt findet. Das hätte ich schon gerne in lustiger Runde gesehen. Zweitens ist gerade Ramadan und die Bewohner dieses streng muslimischen Landes sind tagsüber ziemlich schlecht aufgelegt. Wäre ich auch wenn ich in dieser Hitze den ganzen Tag nichts trinken dürfte. Ab 7 Uhr abends fahren keine Busse mehr und ab 8 Uhr ist die Stadt tot. Zu Fuß erkunde ich ein wenig die Umgebung des Hotels. Blitzsauber ist es hier, kein Wunder bei den Strafen.

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An Sehenswürdigkeiten ist mir nur diese Moschee aufgefallen. Für Ungläubige wie mich ist allerdings der Zutritt verboten.

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Ich muss also schnellstens hier weg ins Nachbarland Malaysia. Das sind zwar auch Moslems, aber wesentlich lockerer im Umgang mit den Regeln. Auf dem Weg zum Fährhafen am nächsten Morgen mache ich noch ein letztes Foto von der Stadt.

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Mit einem Schnellboot geht es zunächst auf die kleine zollfreie Insel Labuan, die gehört schon zu Malaysia.

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Tschüss Brunei, das war nach Liechtenstein der zweitkürzeste Aufenthalt in einem Land auf dieser Reise.

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Labuan ist eigentlich eine tropische Insel, aber völlig zugebaut und gefällt mir überhaupt nicht. Deswegen nehme ich 2 Stunden später eine weitere Fähre nach Kota Kinabalu, der Hauptstadt der Provinz Sabah im malayischen Teil von Borneo.

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Gleich bei der Ankunft sehe ich ein Riesenplakat mit Werbung für Public Viewing direkt am Hafen. Hier bin ich goldrichtig. Jetzt muss ich nur noch ein Bett finden und das Viertelfinale kann steigen.

Eingestellt von Tom Travel 02:20 Archiviert in Brunei Kommentare (2)

Borneo - Teil I

Wo sind die Tiere?

semi-overcast 32 °C
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Ankunft in Borneo in Kota Kinabalu, eine mittelgroße Stadt. Hier finden sich mal sicher keine Tiere. Aber es gibt eine Sportbar, das ist im Moment auch wichtiger. Viertelfinale schaue ich mit 2 Österreichern und einer Deutschen in einem Irish-Pub leider ohne Ton.

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Ich bekomme eine weitere Gelgenheit ein Laphroaig-Gesicht zu fotografieren.

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Für Carina aus Hamburg war es der erste Islay-Scotch und dem Ausdruck nach wird es auch für lange Zeit der Letzte bleiben. Ich habe den Eindruck das man hier in Borneo in einigen Lebensbereichen schnell in die westlich, moderne Zeit möchte. Dazu gehört zum Beispiel die Nutzung von Keramik-Kloschüsseln so wie sie bei uns üblich sind.

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Anscheinend bedarf es häufig noch einer Gebrauchsanleitung. Für die Damen gibt es zusätzlich eine grafische Darstellung.

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Am Tag nach dem Frankreich-Spiel fahre ich zum Mt. Kinabalu. Raufklettern ginge, aber ich käme da nicht mehr runter. So bleibt mir nur eine Wanderung durch den Regenwald am Fuße des Berges. Ich habe Glück den es regnet gerade mal für ein paar Stunden nicht. Viel Wald habe ich gesehen, aber keine Tiere.

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Die vielen verschiedenen Arten von Kannenpflanzen waren das Beste an dieser Wanderung.

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Am nächsten Morgen ist es hier oben viel zu kalt und es regnet ohne Unterbrechung - wie deutscher Herbst. Ich fahre direkt weiter in den Osten, nach Sandakan. Wieder eine mittelgroße Stadt und die letzte Möglichkeit hier in Borneo eine Übertragung der WM live zu sehen. Halbfinale steht an. An der Hafenpromenade finde ich ein Bistro, das um 4 Uhr morgens noch geöffnet hat und das Spiel auf einer großen Leinwand überträgt. Viele sind es nicht die um diese unchristliche Zeit aufgestanden sind (oder durchgemacht haben) um das Spiel gegen Brasilien zu sehen.

Jetzt sind es 4 Tage bis zum Finale, da kann ich wieder auf die Suche nach der einheimischen Fauna gehen. Das Kinabatangan River Reserve liegt nur etwa 3 Busstunden entfernt.

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Jungle-Lodges in diesem Nationalpark bieten Pakete an - 2 Nächte 3 Tage alles inklusiv und gar nicht mal teuer. Mit einem Boot geht es zur anderen Seite des Flusses.

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Ich hoffe auf ein ähnliche schönes Dschungel-Erlebnis wie in Bolivien oder Namibia. Gleich nach Ankunft geht es zur ersten River-Safari.

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Nasenaffen in den Uferbäumen, endemisch auf Borneo.

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Weiter oben am Fluss haben wir dann richtig Glück, denn zum ersten Mal seit 6 Monaten lassen sich Borneo-Zwerg-Elefanten blicken.

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Allerdings hat es genau in dem Moment begonnen heftig zu regnen. Im offenen Boot nicht gut für die Kamera. Ich mache schnell ein paar Bilder und packe dann alles weg. Bisher schon 3 Spiegelreflexkameras mit Wasserschaden auf dieser Reise - das reicht!

Für die anschließende Nachtwanderung durch den Dschungel nehme ich die Kamera gar nicht erst mit, denn es sieht mach noch mehr Regen aus. Nach meiner Erfahrung gibt es bei diesen Wanderungen ohnehin nicht viel zu fotografieren. Wir sehen eine Zibetkatze im Baum. Das sind die, die den teuersten Kaffee "produzieren". Die wäre dann doch doch ein Foto wert gewesen.

Nächster Tag Dschungelwanderung zu einem See.

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33°, 100% Luftfeuchte. Alle Teilnehmer der Wanderung haben sich trotz der schwülen Hitze mit Gummistiefeln und blutegelsicheren Socken ausstatten lassen. In meiner Größe gab es keine Stiefel mehr und ich gehe wieder mal mit Badeschlappen in den Wald. Der Guide sieht mein Schuhwerk skeptisch an und meint das geht so nicht. Ich versichere ihm, dass das sehr wohl geht. Mir ist es lieber ein paar Egel abzubekommen, als noch mehr zu schwitzen. Als wir nach 3 Stunden wieder in der Lodge sind, habe ich zwar viel Schlamm aber keine Blutegel an den Beinen.

Am Nachmittag wieder Fluss-Safari per Boot. Viele Makaken, einKrokodil und eine Schlange im Baum.

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Jedesmal wenn einer der Bootsführer etwas findet treffen etliche andere Boote ein um das Tier ihren Gästen zu zeigen. Ich schätze die Quote Mensch:Tier auf etwa 50:1. Kaum zurück bricht der Himmel durch und es regnet wie ich es kaum je erlebt habe.

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Juli ist normal der trockenste Monat in dieser Region. Wenn das trocken ist, dann möchte ich hier nicht in der Regenzeit sein. Wegen dem Starkregen fällt die heutige Nachtwanderung aus und weil es so stark abgekühlt hat ist auch die Morgensafari im Nebel verschwunden. Lag es allein am schlechten Wetter oder habe ich schon zu viel Besseres gesehen? Am Ende der 3 Tage bin ich trotz der Nasenaffen, Leistenkrokodil und Mini-Elefanten nicht sehr beeindruckt von Borneos Dschungel und Tierwelt. Ich fahre wieder zurück nach Sandakan, denn heute Nacht steigt das Finale der WM!

Eingestellt von Tom Travel 21:42 Archiviert in Malaysia Kommentare (2)

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